Hallenpokal 2002 - Einzelkritik

Analyse der Siegermannschaft Almvirus
...von Yoshi


Corni:
glänzte wie einst Bayerns Reserve-Torwart Raimund Aumann, der das Pech hatte einen Weltklassetorhüter vor sich zu haben ( Eddie alias Jean-Marie Pfaff, wobei die sexuellen Vorlieben des belgischen Weltklasstorhüters nicht für Eddie gelten ... lol))))))))))********* Jacky Peeters lässt grüßen ... ) Die Experten streiten sich auch noch eine Woche nach dem Turnier, ob der einzige Gegentreffer ein reguläres Tor war. Na was soll´s - er hatte seine Klasse im weiteren Verlauf des Turniers deutlich unter Beweis gestellt. Ansonsten musste der Ersatztorwart nicht gerade oft ins Geschehen eingreifen. Dass er einmal hinter sich greifen mußte ist definitiv nicht sein Verschulden und bleibt in den Analen als Schönheitsfehler statistisch gesehen erhalten.

Roli:
auch wenn er während des Turniers nur an das anschließende Duscherlebnis mit Maggi & mir denken konnte, kann man ihm wohl, wenn man die Altersfortschreitung berücksichtigt, eine fehlerfreie Leistung im Abwehrbereich bescheinigen; erinnerte mich ein wenig an Andreas Brehme, weil er sich oft auch in die Angriffsbemühungen einschaltete - strahlte stets Ruhe aus und konnte auch allein durch seine Anwesenheit die Angriffsbemühungen des Gegners bereits im Keim ersticken - nach dem Turnier wurde gemunkelt, dass UNS-ROLI sageundschreibe 4 Lebens- und Riskoversicherungen während des Turniers an den Mann bringen konnte. Vielleicht ist dies die Erklärung dafür, dass die Gegner einen großen Bogen um ihn gemacht haben - RESPEKT!!!

Koko:
dadurch dass der Kerl nicht nur eine große Klappe hat und aus der Regenrinne trinken kann, sondern auch noch einen großen, blutenden und anschließend pulsierenden rechten Zeh hat, fällt Koko eindeutig in die Kategorie " typisches deutsches Kampfschwein " wie einst die Förster-Brüder vom VFB Stuttgart, mit dem Unterschied, dass Koko einmalig ist; die Einölung seines Astralkörpers nach dem Duschen war der Höhepunkt seiner Karriere. Die Tatsache, dass er trotz dieses Wehwechens weitergespielt hat, lässt darauf schließen, dass er sich in den Dienst der Mannschaft stellt. Die Effiktivität bei der Ausnutzug der Torchancen ( 100 % ) ist sogar wesentlich höher als die von Gerd Müller. Die Zweikampstärke erinnerte doch irgendwie an die Glanzzeiten von Hans-Peter Briegel. So ´was wird nicht alle 10 Jahre geboren.

Knipser:
konditionell konnte er nicht an die vergangenen Jahre anknüpfen, war mit seinen Spielanalysen jedoch stets auf Ballhöhe. Das die Taktik im Spiel umgesetzt worden ist, ist eindeutig ein Verdienst dieses hessischen Allround-Talents; Der Ball ist wirklich rund. Die Ballbehandlung erinnerte stark an Franz Beckenbauer, als dieser mit dem Leder am Fuss das erste Mal in der Geschichte des deutschen Fussballs als Libero die Mittellinie überschritt und nicht um den Schiedsrichter wegen einer Fehlentscheidung das Leder an den Kopf werfen zu wollen; dass er bei diesem Turnier nicht durch ein Traumtor sondern eher durch seine Zuverlässigkeit im Spielaufbau in Erscheinung trat, ist wohl auf die mangelnde Lungenkapazität zurückzuführen. Übersicht ist eben alles. Diese Schwäche bügelte er einmal so eben mit einer auch für den Gegner angsteinflössenden Ruhe und der erwähnten Übersicht aus. Auch nach dem Spiel war er stets für ein oder zwei Bier gut.

Basti:
dieses Talent ist im Laufe der vergangenen zwei Jahre zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft geworden. Das Heranwachsen eines 3-Tage-Barts war wohl das optische Zeichen der gewonnen Reife. Kaum ein anderer Spieler ist in der Lage den Doppelpass während des Spiels wie den grünen Wimbledon-Rasen zu pflegen. Es war eine Augenweide diesem Jungbrunnen beim Spiel zuzuschauen. Die jeweiligen Abwehrspieler gaben aus Langeweile das Hinterherlaufen bereits nach wenigen Atemzügen auf, da der Anblick seines Hinterteils Langeweile verursachte. Dieser Ausnahmespieler war oft nur durch regelwidrige Einsätze zu stoppen. Seine Distanzschüsse sind sehr gefürchtet, da man nie weiß, ob diese bei vollem Risiko ihr Ziel im Bereich der Hallendecke oder per Sonntagsschuss im Torviereck fanden. Nicht gerade selten hörten die Torhüter ihre beiden Glocken läuten. Nach jedem Torschussversuch mußten die Balljungen mit Hilfe eines Lappens den sich auf dem Boden bildenden Angstschweiß der Torhüter entfernen.

Arnie:
dieser Latino-Lover bewegte sich auf dem Spielfeld wie auf einem Lateinamerikanischen-Tanzturnier auf NRW-Ebene. Er fiel jedoch nicht nur durch seine eiserne Willenskraft und Zweikampfstärke auf sondern auch durch das Erzielen von spielentscheidenden Toren. Hätte er vor dem Turnier die Finger vom grünen Rauchgold gelassen, hätte er bei diesem Turnier Torschütze werden können. Aus diesem Grund war sich niemand in unseren Reihen sicher, aus welchem Grund das Glänzen in seinen Augen zu sehen war. Das große Problem bei Arnie ist und bleibt die Unentschlossenheit - schiesse ich links oder doch rechts, nehme ich das Tor in der Mitte ... gewisse Ähnlichkeit mit Berti Vogts als Wadenbeißer, denn er verfolgte seine Gegner bis in die eigene Hälfte. Sein Siegeswille übertrug sich auf den Rest der Mannschaft und er trug nicht nur mit seinen Toren zum Turniersieg bei.

Grillemeier:
nahm mit ein wenig Verspätung am Turnier teil, fügte sich jedoch nahtlos an die Leistungen seiner Mannschaftskameraden an. Dass Grille nicht nur ein fachkundiger Stammplatzsitzer beim " Doppelpass " im DSF ist und auch sonst Lattek & Co. Paroli bieten kann, wußten wir bereits vor dem Turnier. Die gezeigte Leistung war jedoch nicht vorausgesetzt worden. Auch wenn man in so einer Jahrhundertelf nicht schlecht aussehen kann, selbst wenn man einen Amboß am rechten Fuss und gleichzeitig das Kreuz Jesus zum Todeshügel " Goalgetter " trägt, kann man innerhalb dieses Mannschaftsgefüges nur eine gute Figur machen. Trotzdem wollen wir den Anteil von Herrn Grillemeier nicht schmälern, da er sich gerade in den letzten Partien bis hin zum Finale gesteigert hat und ein wesentlicher Garant zum letztendlichen Turniersieg war. Fussballverstand bleibt Fussballverstand - großer Meister - ...

Ingo:
die Tatsache, dass er Anhänger des bajuwarischen Trottelvereins ist, war ihm während des Turniers nicht anzuerkennen. Man hat eher das Gefühl, dass er ehemaliger Nationalspieler Kroatiens ist. Durch sein grobes Spielverhalten und aufgrund der Nichteinheiltung der offizielen Spielregeln erinnerte Ingo eher an Slaven Bilic ( holte bei der WM 98 in Frankreich Bronze mit Kroatien ), der den am Boden liegenden Christian Ziege bei der EM 96 in England einen netten " Beitritt " verpasste. Nicht umsonst prahlte der angesprochene Bajuwarenliebhaber mit der zuletzt gewonnen Meisterschaft mit Dinamo Zagreb. Die stark ausgeprägte Vorliebe zum " körperlosen " Spiel ist in seinen Gesichtszügen kaum zu erkennen. Den Spitznamen "Eisen-Dieter" ist wohl eher angebracht. Zwar kaum zum Einsatz gekommen, war er jedoch stets an Ort und Stelle. Ihm war die Drecksarbeit nicht zu schade. Er ging in jeden Zweikampf - ohne Rücksicht auf Verluste. Die Gegner sind ebenfalls eine Erfahrung reicher. Nach dem Turnier hörte man das Gerücht, dass der Fair-Play-Pokal aus diesem Grund nicht an den Alm-Virus ging. Ja wenn der Kelch an einem vorbeizieht ...

Skywalker:
der vor zwei Jahren hochbezahlte und überschätzte Topscorer fiel dieses Jahr eher durch Verspätung auf. Spätestens beim Auflaufen war jedoch allen klar, dass dieser Spieler auf seinen Einsatz brannte und heiss wie Frittenfett war. Wahrscheinlich hatte er sich auf dem Weg von Hamburg nach Bielefeld bereits im Stau auf der Autobahn warmgelaufen. Kennt überhaupt noch jemand die Anzahl seiner Tore??? Der Tag war für ihn sowieso gelaufen, als die Mannschaftskollegen ihn erst auf den für ihn enttäuschenden 7. oder 8. Platz ihrer Komedie-Rangliste aufnahmen ( noch hinter Otto Waalkes!!! ). Der Abwärtsstrend der beiden Hamburger Erstligisten HSV und FC. St. Pxulx scheinen einen bleibenden Eindruck bei ihm zu hinterlassen. Da gibt es nur noch eines: back to the rules - zieh nach Ostwestfalen aus, Luke ... dann klappt´s auch wieder mit dem Leder ( Lack & Leder ) ...

Eddie:
mit einem verspätetem Einsatz unseres Torpfostens hatte ja nun wirklich jeder gerechnet, da dies im Vorfeld bereits angekündigt worden ist. Vor dem Turnier kamen auch schon die ersten Gerüchte auf, dass die Kameraden von " Blue Army " sich die Rechte dieses Ausnahmetorhüters gesichert hätten. papperlapapp ... die Krönung war jedoch der skeptische Handbruch am Morgen des Turniertages ( wohl beim Ornanieren ins Wanken geraten .... hääää ??? ). Karin wollte sich an dieser Stelle auch nicht äußern. Es bleibt nicht auszuschließen, dass sie darin verwickelt ist. Nun, an der Tatsache konnte man nichts ändern, so dass Corni für den Rest des Turniers die Eier hinhalten mußte. Schließlich hatte niemand von uns Eddie wirklich vermisst. Die Wahrheit tut weh mein Kind. Erst bei der Siegerehrung fiel den Meisten ein, den tollwütigen Internet-Raudi zum Kelchempfang einzuladen. Doch wer sagt denn, dass wir das Turnier ohne die Anwesenheit von Eddie & Karen überhaupt gewonnen hätten??? Na nur zu gut, dass Eddie nicht mitgespielt hat. Ich kann mich noch genau an das letzte Turnier erinnern, wo Olaf & ich den Abfluss per Hand freimachen mussten und Eddies bunte Haare im Filter gefunden haben. igittttt*********))))))))))

Rumpel:
die Leistung des Trainers wollen wir trotzdem nicht zu hoch bewerten, da diese Truppe so einfach zu führen ist, wie einen Rauhaardackel nachts an der Leine auf dem Weg zum nächsten Pinkelstein. Bei diesen intelektuellem Haufen ist das Einprägen und Schulen von technisch kaum nachzuvollziehenden Spielzügen so einfach wie das Umschalten des Fernsehprogramms, wenn das Wort zum Sonntag läuft. Wer hat als Trainer schon die Qual der Wahl bei diesem Kader. Allein die Anwesenheit des Trainers reichte allerdings aus, dass sich jeder den Arsch aufgerissen hat. Ein Donnerwetter von Herrn Tippenhauer wollte sich niemand anhören müssen. Dazu hatte unser Trainer jedoch auch gar keinen Grund. Zu der auf der Bank ausstrahlenden Gelassenheit fehlte nur noch die Cigarillo von Dragoslav Stepanovic, der Joint von Christoph Daum und das gesegnete Glücksfläschen von Giovanni Trappatoni. Siegessicher verfolgte er das Geschehen von der Holzbank aus. Mit diesem Erfolg geht er für immer in die Geschichte des deutschen Fussballs ein. Legendär und unvergessen seine beiden Aussagen vor dem Turnier: " Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir wenigstens ein Tor schiessen! " und " Wir spielen jetzt das 4-4-3-System! ".

Maggi:
die letzte Nacht hatte deutliche Spuren hinterlassen. Ein Bandscheibenvorfall hatte einen Einsatz unmöglich gemacht. Die misteriösen Umstände dieser eher in der Fussballszene untypischen Verletzung lassen einiges vermuten ( Lutz: in Bielefeld stehen die Frauen wohl auf " Lack & Leder " !!! ). Roli und ich hatten ihr gleich geraten die Liebesschaukel deutlich überhalb ihres Bettes aufzuhengen. Ein Schelm wer böses dabei denkt und uns beiden vorwirft, wir hätten uns das ganze im Vorfeld ausgedacht, so dass am Turniertag wenigstens eine Person die Spiele auf Kamera aufzeichnen kann und gleichzeitig die Mannschaft von einem Nicht-Einsatz profitieren würde. Na, wer wird dann an so ´was denken!!! An einer Verlängerung bzw. Elfmeterschiessen war Maggi nach dem Turnier mit Roli & mir jedoch auch nicht mehr interessiert. Wir beide hoffen nur, dass sie die Kasette zur Aufnahme des Turniers verwendet und überspielt hat, auf der unsere Spielchen vom vergangenem Sommer aufgenommen sind. Dieses Bildmaterial darf nie in falsche Hände geraten.

Yoshi:
(von Olaf): Dass Yoshi, seinerzeit vom Almvirus nur aus Imagegründen als Quotenausländer geholt, unter der Dusche und auf dem Catwalk in der Umkleidekabine mit der neusten Hajduk-Split-Kollektion gefallen würde, war von den meisten so erwartet worden. Überraschend aber sein Auftritt auf´m Platz: Mit Auge und raumdeckender Übersicht gab er als vorletzter Mann dem Team die nötige Sicherheit. Kam dennoch Gefahr auf, wurde der Gefahrenherd durch einen gezielten Solarplexus-Schuss oder die Kamikaze-Sense eliminiert. Insgesamt trugen ihm seine unnachahmliche Ballbehandlung sowie die Effizienz im Abschluss den inoffiziellen Titel "Weisser Brasilianer Zwo" ein. Der offizielle Pokal für den wertvollsten Spieler des Turniers blieb ihm nur deshalb versagt, da einige Gegner Einspruch erhoben hatten: Der Tschetnik soll durch seine neue Anfänger-Taliban-Optik (siehe Siegerfoto) Gegenspieler verängstigt und sich in den Spielpausen durch das Hören von Rosenbergscher Funky-Music in unzulässiger Weise aggressiv gemacht haben."